Während der Baggerarbeiten am Burggraben in 2019 fand Gartenchef Paul-Robert van der Zouw in einem Schutthaufen aus dem Burggraben ein dekoriertes Bruchstück. Lange Zeit war die Herkunft ein Rätsel. Man hat lange gedacht dass es ein Teil eines Kapitells oder einer Säulenkrone war. Das war aber der Dekoration wegen doch unwarscheinlich.  

Als zwischen den historischen Aufnahmen ein Foto gefunden wurde auf dem das Bruchstück gut zu erkennen ist, gab es mehr Deutlichkeit. Das Stück liegt dann auf der Dachkante. Die fotografierte Situation bringt Fragen mit sich, denn warum wurde das Bruchstück fotografiert und wie is est später in den Burggraben gekommen? Wie das genau vor sich gegangen ist, werden wir warscheinlich nie wissen. Wohl wurde deutlich, dass der Bruchteil ein Teil eines Obelisks ist. Solche Bauelemente verzieren noch heute die Ecken des Hauses. 

Obeliske wurden im alten Ägypten als Denkmälern errichtet. Einige Obelisken wurden aus Ägypten geholt (oder besser gesagt: geraubt) und sind heute noch zu sehen im Stadtbild von z.B. Paris, London und Rom. Die Obelisken auf Huis Landfort stammen selbstverständlich nicht aus Ägypten. Im Vergleich zu ihren ägyptischen Archetypen haben sie auch eine einigermaβen gedrungene Form. Immerhin sind diese Ornamente abgeleitet von Ägyptischem Vorbild. Die Obelisken von Huis Landfort stammen übrigens nicht aus der Zeit in dem das Haus gebaut wurde (1825), aber wurden warscheinlich um 1900 angebracht. Sie hattten lediglich eine dekorative Bedeutung.