Im November startete René Dessing, Direktor stichting Erfgoed Landfort (sEL), ein Crowdfunding um 50 Bäume für Huis Landfort erwerben zu können. Fünf Wochen später sind mehr als 50 (oft teure) Bäume gespendet worden. Dank dieser Aktion kann sEL den Park nun mit außergewöhnlichen Bäumen versorgen. Die Restaurierung des Landsitzes Huis Landfort in Megchelen muss 2022 abgeschlossen sein.   

Diese Baumaktion startete am 18. November 2020. Kurz vor Weihnachten bekam die Stiftung drei weitere Bäume geschenkt und es bleibt jetzt noch ein Baum übrig, nämlich eine kaukasische Zelkova. Neben Geld wurden auch neun Bäume in Form von Sachspenden zur Verfügung gestellt. Sechs davon waren ein deutsches Geschenk und die Baumpflegefirma Ormel bot die Verpflanzung und den Transport von zwei großen 20-jährigen Magnolien kostenlos an. Die Stiftung sammelte mit dieser Aktion gut € 40.000. Das Ergebnis der Crowdfunding-Aktion ist ganz im Sinne der Restaurierung, denn Huis Landfort hatte einst eine reiche Vielfalt an Bäumen. Diese wurden von der ehemaligen Besitzerfamilie Luyken gepflanzt. Von den vielen Bäumen, die sie gepflanzt hat, sind viele durch den Krieg oder durch ihr Alter verschwunden.        

Die Spenden variieren pro Baum von € 300,- bis € 2.500,-. Neben den am Bau beteiligten Architekten und Firmen gab es auch zahlreiche private Spenden. Aus Megchelen und  Umgebung wurden mehrere Bäume gespendet, aber auch aus anderen Teilen des Landes erhielt die Stiftung Geld. Ein Bekannter, der sogar in Italien lebt, schenkte zwei besondere Bäume. Sie wurden aus einer Vielzahl von Gründen geschenkt. Sieben Bäume sind eine Spende zum Gedenken an eine geliebte verstorbene Person. Davon wurden zwei Bäume von Menschen verschenkt, die wissen, dass sie in absehbarer Zeit sterben werden. Manche Bäume ehren einen Ehepartner, andere wurden als Würdigung für das Projekt Huis Landfort gestiftet. Ein Unternehmen verzichtete dieses Jahr auf Weihnachtswerbegeschenke und ließ seine Geschäftsverbindungen wissen einen Baum zu adoptieren.

Neben einer großen privaten Spende, Subventionen vom Staat und von der Provinz Gelderland und Spenden aus zahlreichen Fonds tragen nun auch Privatpersonen und Unternehmen zur Realisierung dieses besonderen Projekts bei. Die mehr als 50 Bäume werden dazu beitragen, die ursprüngliche Herrlichkeit dieses wunderschönen historischen Landsitzes an der deutsch-niederländischen Grenze zurückzugewinnen. Bei der Auswahl der Bäume wurde ihre Klimaresistenz berücksichtigt.