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Gesamtplan

 

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Die Zukunft auf Landfort
2017 erwarb die Stiftung Kulturerbe Landfort (sEL) den historischen Landsitz Landfort zu Megchelen (Gemeinde Oude IJsselstreek). Seither richtet sich die Stiftung auf ihre Zukunft aus und entwickelt ihre Mission. Die Stiftung sieht als ein wichtiges Ziel die vollständige bauliche und landschaftliche Wiederherstellung von Landfort. Dabei werden das Landhaus, die Nebengebäude, die historischen Brücken und der Park wieder ihre vorherige Pracht zurückerhalten. Alle früheren Umbauten des Hauses sollen zurückgebaut werden, das Haus soll restauriert werden und für eine private Nutzung sowie Empfänge hergerichtet werden. Darüber hinaus wird sEL das abgebrochene Kutschenhaus wiederaufbauen, den Küchengarten und den Fischteich wiederherstellen und einen Obstgarten mit Hochstämmen anlegen, sowie die verschwundenen Fruchtmauern zurückbringen. Im Park möchte sEL ein historisches Gewächshaus errichten, um während der Wintermonate die noch anzulegende Sammlung von Orangeriepflanzen auf verlässliche Weise unterbringen zu können. Des Weiteren sollen nicht nur die beiden alten Brücken wiederhergestellt werden, sondern wird auch das verschwundene Dienstbotenhaus zurückkehren. Daneben werden die Schlossgräben ausgebaggert und mit neuen Uferbefestigungen versehen. Die Stiftung hat sich dafür entschieden, das Haus bewohnen zu lassen. Erfahrung hat gezeigt, dass Bewohnen eine gute Art der Unterhaltung eines historischen Landsitzes ist. Auf diese Weise ist für eine tagtägliche Pflege von Haus und Garten gesorgt und wird zugleich verhindert, dass das Gesamte eine museale oder statische Ausstrahlung annimmt. Trotzdem sollen die zukünftigen Besucher das Haus auch besichtigen können und so erfahren können, wie die umgebende Natur vom Haus heraus erlebt wird. Außerdem werden zukünftig Lesungen, Ausstellungen und Konzerte im Landhaus organisiert werden.

 

Bekannt ist bereits jetzt, dass zukünftig Besucher auf dem historischen Landsitz Landfort willkommen sind. Des Weiteren richtet sEL hier ein nationales Zentrum für die niederländische Landsitzkultur ein. Dies bedeutet, dass dieser historische Landsitz ein Begegnungsort sein wird für alle, die sich für Erhaltung und Bewirtschaftung von hunderten historischer Landsitze in unserem Land einsetzen. Für diese direkt betroffenen Gruppen, wie Privateigentümer, Naturverbände, Schloss- und Landsitzmuseen sowie gastgewerblich genutzte Landsitze, werden Treffen zum Wissensaustausch, zur Fortbildung und zur Vernetzung organisiert. Hiermit strebt Landfort danach, zu einem nationalen Ort zu werden, an dem Wissen und Erfahrung für die Instandhaltung von historischen Landsitzen vorhanden ist und ausgetauscht wird. Dafür wird es einen besonderen Empfangsraum in dem noch zu errichtenden Kutschenhaus geben. Dort sollen dann auch Besucher für den Gemüsegarten empfangen werden und der Gartendirektor sowie die Gartenfreiwilligen ihren festen Platz bekommen.

 

Es heißt, dass auf den meisten Landsitzen die Belastungen vor allem materieller Art sind und die Vergnügungen einen eher immateriellen Charakter haben. Auf Landfort richten wir uns darauf aus, den Besuchern zu erzählen, was alles damals die immateriellen Vergnügungen umfassten. Zukünftige Besucher können auf Landfort Kenntnisse über alle Aspekte erwerben, die mit dem Leben auf einem historischen Landhaus verbunden sind. Auf einem historischen Landsitz sind sowohl Natur als auch Kultur zu erleben. Unter Natur verstehen wir auf Landfort botanische und Orangerie-Pflanzen, den historischen Gemüsegarten, alte Obstsorten, Blumen, reiche Rabatten und eine weite Farbpalette blühender Bäume und Sträucher. Unter den kulturellen Aspekt fallen der Landsitz als Entwurf, die Architektur, ihre Lage in einem historischen Park, die passende Einrichtung des Hauses und Elemente, die mit der Art des Wohnens und der Wohngeschichte zu tun haben. Außerdem wird das Landhaus mit einem historischen Interieur eingerichtet werden, wodurch Besucher erfahren können, wie unsere Vorfahren an solchen Orten wohnten.

 

So können unsere Besucher wie unsere Vorfahren in den vergangenen 400 Jahren verschiedenste Vergnügungen erleben. Wir wollen unseren Gästen den Genuss besonderer Bäume und Pflanzen, von Orangeriepflanzen und von vielen Blumen im Park und im Gemüsegarten von Landfort bieten. Auch kann man hier allerlei Dinge erfahren, die für Landsitze sehr normal waren, wie beispielsweise der Einfluss des Wechsels der Jahreszeiten, der Nutzen eines Gemüsegartens und die verschiedenen Ernten im Jahreslauf, das Erlebnis von Sichtachsen und die Wirkung von Landschaftsgestaltung, von Natur (z.B. von Bäumen) in Bezug auf ihren Nutzen. Dazu gehört auch das Naturerleben aus dem Landhaus heraus, wie man früher die Jahreszeiten erlebte und mit ihnen lebte, welche Maßnahmen in Haus und Garten ergriffen wurden zum Jahreszeitenwechsel und wie die Naturgewalten auf einem Landsitz erlebt wurden. Außerdem kann man spüren, wie es ist, in einem monumentalen Haus zu leben und was dies mit sich bringt, und man kann sehen, wie man damals in den herrlich eingerichteten Interieurs lebte. Es können noch viele weitere Themen dieser Art behandelt werden.

 

Kurzum, die Stiftung Kulturerbe Landfort ist intensiv befasst mit der zukünftigen sinnvollen Nutzung von Landfort. Sobald dieser Prozess zu einem Ergebnis geführt hat, wird die Stiftung einen umfassenden Plan aufstellen und wird diesen auf ihrer Website kommunizieren.