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Author Archives: Helene Blaak

Eine positive Nachricht

Trotz der widerwärtigen Zeiten hat die stichting Erfgoed Landfort eine positive Nachricht empfangen.
Heute hat der Rijksdienst voor het Culturele Erfgoed wissen lassen, dass er die Restaurierung der Reichsmonumente auf dem Anwesen Haus Landfort unterstützt. Es betrifft das jahrhundertalte Landhaus, zwei monumentale Brücken, den osmanischen Taubenschlag und den historischen Park.
Vor allem für die Restaurierung des außergewöhnlichen historischen Parkes und des Landhauses ist das eine sehr gute Nachricht. Dafür sind wir dem Rijksdienst sehr dankbar.
Diese Zusage kommt der gesamten Restaurierung dieses wundervollen Anwesens sehr zugute und garantiert damit das Vergnügen vieler, die hier in Zukunft den Gemüsegarten, den Park mit den blühenden Pflanzen und die Landschaft als Ganzes genießen werden.
Huis Landfort ist eines der 27 großen Restaurierungsprojekte, das einen Beitrag vom RCE erhält.

Dreiβig kostenfreie Zitrusbäume

Sie sind eingetroffen. 30 Zitrusbäume. Es betrifft eine langfristige Leihgabe der Stiftung zur Erhaltung der Zitruskollektion. Kees Beelaerts van Blokland ist als Vorstandsmitglied hieran beteiligt und zusammen mit seiner Lebensgefährtin lieferte er heute die Kollektion ab bei Huis Landfort. Zusammen mit den 30 Agapanthussen bilden sie die Grundlage der subtropischen Pflanzensammlung die auf Landfort angepflanzt wird.

Badeeinrichtung aus dem 19. Jahrhundert langfristig zu verleihen

Bemerkenswert ist, dass die Verwaltung von Twickel, das zweifellos zu den schönsten historischen Anwesen der Niederlande gehört, sich entschieden hat sEL die Badeeinrichtung aus dem  19. Jahrhundert langfristig zu verleihen.
Sie wird restauriert, wonach das Bademöbel ins Badezimmer gestellt wird. Die Einrichtung der verschiedenen Räume wird an die Raumgestaltung der Familie Luyken erinnern. In diesen Räumen wird für die zukünftigen Besucher das 19. Jahrhundert zu erleben sein. Übrigens, das Bad wird von niemandem je benutzt werden.

Außerordentlichen Bäume bei Haus Landfort (Huis Landfort)

Die Zahl der außerordentlichen Bäume bei Huis Landfort war vor dem Jahre 1945 weit größer als jetzt. Aber, noch immer stehen im Kleinen Hof,  (Kleine Erf), sieben monumentale Bäume, die im Nationalregister monumentaler Bäume der Bomenstichting aufgeführt worden sind.
Das sind die Bäume, worauf wir besonders stolz sind: einen amerikanischen Tulpenbaum, eine Sumpfzypresse , zwei Platanen, einen  Weißen Walnuss oder Butternuss, eine Holländische Linde und eine Eichenblatt-Buche.
Hier sehen Sie Bilder einiger Bäume, in Wintertracht.
Erwähnenswert ist,  dass die SBNL Natuurfonds diese Woche den Startschuss gab für die Wahl des schönsten (außergewöhnlichsten) europäischen Baumes  des Jahres 2020.
Mehr darüber auf dieser Website: https://www.sbnlnatuurfonds.nl/…/aftrap-europese-boom-van-h…

Dass Bäume bei der Familie Luyken im Huis Landfort eine wichtige Rolle spielten, beweist auch eine Nachricht aus dem Jahre 1941. 
In ihrer Zeitschrift Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, widmete der dendrologische Verein, für den Pflanzung und Pflege von Bäumen wichtige Anliegen sind, beim Tod von Bertha Luyken-Schlimmer (Gorsel 1855-Huis Landfort 1941), der Frau von Albert Gustav Luyken, einen Artikel.
Auch sie hatte ein großes Interesse an Bäumen, wovon es unzählige besondere Exemplare gab im Wald und im Park des Hauses Landfort. Einige dieser bemerkenswerten Bäume sind erhalten geblieben, wie zum Beispiel zwei beeindruckende Platanen und einige Sumpfzypressen.

Ein besonderes Geschenk

Im nächsten Jahr wird viel geschehen im Huis Landfort. Der Bau des Kutschenhauses profitiert vom günstigen Winter, die Dachdämmung des Landhauses ist fast fertig, wir fangen damit an, den Plan für den Bau des Gemüsegartens vorzubereiten. 
Fantastisch ist, dass unser Jahr damit anfängt, dass wir ein Geschenk bekommen von der Verwaltung des schönen historischen Anwesens Wester-Amstel (www.wester-amstel.nl) aus Amstelveen: ein Storchennest. Ob diese wunderschönen Vögel davon Gebrauch machen werden, das wird sich noch zeigen. Es gibt genug Störche bei uns in Megchelen. Wenn wir den Vögeln die optimale Möglichkeit bieten, ein Nest zu bauen, ist auf jeden Fall die Grundlage für einen Familienzuwachs geschaffen. 
Wir suchen übrigens noch eine lange Stange.

Ausflug mit Freiwilligen

Ohne Freiwillige würde es beim Huis Landfort nicht so gehen wie jetzt. Die ganze Gruppe von Freiwilligern und Mittarbeitern war erst zu Gast bei Herrn und Frau Van Lynden auf dem Schloss Kasteel Keppel und anschlieβlich gab es als Abschlieβung dieses erfolgreichen Jahres in Sachen Zusammenarbeit ein Essen in Eet-Lokaal, das Bio-Restaurant bei Huis Sevenaer in Zevenaar. Das war eine gute Kombination. Alle bekamen Käse von Herrn Keuper, der Biobauer der Raesfeldstede in Megchelen, geschenkt von sEL. Damit beendete die Stiftung mit dem Team dieses gut verlaufene Jahr auf Huis Landfort. Vielen Dank.

Bauschild

Heutemorgen hat Bürgermeister Otwin van Dijk, in der Anwesendheit von Beigeordnete Ria Ankersmit (gemeinde Oude IJsselstreek), der Architekten Edzard Prent und Cor Bouwstra, Landschaftsarchitektin Patricia Debie, Advisöre, Freiwilliger/Fotografen Guus Tinnevelt, Bauunternehmer Hoffman und Mittarbeitern das Bauschild beim Eingang des Waldparks von Huis Landfort enthüllt.

Dieses Schild ist eine Bedingung die zu der beträchtlichen Subvention gehört die die Provinz Gelderland an die stichting Erfgoed Landfort verliehen hat. Hierzu wurde ein schönes historisches Foto gewählt. Auf diesem Schild werden alle ausführenden Vertragsparteien genannt die an diesem Projekt beteiligt sind und die wichtigsten Spender. Die letzte Zeile lässt noch Raum für Ergänzungen.

Flora und Fauna: Sumpfzypresse

Auf Landfort standen einst fünf Sumpfzypressen. Vier Exemplare überlebten die Kriegsgefechte von 1945. Diese imposanten Bäume gehören zur Gruppe der sommergrünen Nadelbäume. Die frischgrünen Nadeln fallen jeden Herbst ab, nachdem sie prächtige Herbstfarben angenommen haben. Ursprünglich stammt der Baum aus dem Süden Nordamerikas. Weil sie am besten gedeihen in einem nassen Boden mit hohem Grundwasserspiegel, entsteht um den Fuβ des Baumes ein groβes Netzwerk von Luftwurzeln. Sumpfzypressen wurden deswegen auf Huis Landfort am Wasserrand gepflantzt, aber warscheinlich auch um das Errodieren des Ufers am Wasserrande vorzubeugen. 

Neuerwerb: ein Slingeneyer

Neulich ist es der Stiftung Kulturerbe Landfort (stichting Erfgoed Landfort) gelungen ein schönes Kunstwerk für einen der Empfangsräume  im renovierten Landsitz zu erwerben. Es handelt sich um ein sehr großes Gemälde aus zirka 1857 vom damals bekannten belgischen Maler Ernest Slingeneyer (1820-1894).

Das Gemälde trägt den Titel Das Heldentum der französischen Seeleute des Schiffes Le Feu und ist was man ein charakteristisches historisches Gemälde nennt. Es beruht auf einem wahren Zwischenfall auf der Nordsee im Jahre 1795. In jenem Jahr trieben französische Schiffbrüchige auf einem Floss herum, nachdem ihr Schiff Le Feu zuvor von Engländern angegriffen und versenkt worden war. Regelwidrig griffen die Engländer die Schiffbrüchigen nochmals an. International war man empört darüber, dass die Engländer sie so schamlos angegriffen hatten. Der Maler hat den Zeitpunkt des faktischen Angriffes zur Darstellung gewählt.

Es ist ein heftiges Schlachtfeld mit verletzten und leblosen Schiffbrüchigen. Der Maler wollte damals mit diesem Gemälde nachweisen wie gewissenlos die Engländer sich in jenem Krieg benahmen, womit er deutlich politisch Stellung zugunsten der Franzosen nahm.  

Slingeneyer malte dieses monumentale Gemälde (Ausmaß 286 mal 319 Zentimeter) zur Ausstellung in einem Kunstsalon in Brüssel. Später wurde es auch in einem Salon in Den Haag ausgestellt. Solche Salons waren periodische Kunstausstellungen und waren in jenen Jahren sehr beliebt. Das Gemälde wurde von Baron van Heeckeren van Enghuysen gekauft, der das riesige Kunstwerk in der Halle im Obergeschoss seines Schlosses Enghuizen in Hummelo aufhängte. Das Gemälde wurde kurz vor dem Zweiten Weltkrieg an einen Antiquitätenhändler in Dieren verkauft. Wie sich später erwies, war das die Rettung des Werkes, denn im Zweiten Weltkrieg wurde Enghuizen schwer beschädigt und wurde im Jahre 1948 abgerissen. 

Das Gemälde war langjährig in einer Scheune von Rien van den Hoorn in Putten gelagert. Er kaufte das Gemälde, das in sehr schlechtem Zustand war, im Jahre 2009. Beruflich ist Rien van den Hoorn Gemälderestaurator und war also sehr gut ausgestattet diesem Gemälde sein altes Äußeres zurückzugeben. Hierzu musste er die Decke aus seiner Werkstätte herausbrechen, denn sonst passte das Gemälde nicht in sein Atelier. Außerdem erforschte er das Gemälde ausführlich, wofür er viele Archive durchsuchte und Spezialisten zu Rate zog.

Erstaunlicherweise wurde das Kunstwerk während des Zweiten Weltkrieges zu einem kleinen Paket von 20 mal 20 zusammengefaltet. Außerdem hatte das Gemälde große Flecken und blätterte die Farbe an manchen Stellen ab. Das Gemälde bekommt durch den Erwerb von sEL wieder eine Stelle in einem Schloss; eine Situation wobei das Werk am besten zur Geltung kommt. Übrigens hat die Stiftung Adel in Nederland (www.adelinnedederland.nl) unsere Stiftung auf das monumentale Gemälde aufmerksam gemacht und entdeckte außerdem die Herkunft dieses Kunstwerkes von Enghuizen.

Bild:  © Ruben Schipper. Fertig für Transport: das riesige Gemälde aus dem Jahre 1857 von Ernest Slingeneyer. Sieben Jahre stand es im Restaurierungsatelier in Putten, jetzt zieht es nach Erfgoed Landfort um.

Dreharbeiten auf Landfort

Heute sind auf Huis Landfort Aufnahmen für den Film Verräterische Liebe gemacht worden. Ein Film, der mit Unterstützung von unter anderem die Provinz Drenthe und Kommunen in Gelderland, Drenthe und Niedersachsen gemacht wird. Die Uraufführung ist nächstes Jahr. Die Niederlande feiern dann ihre 75-jährige Befreiung, die im Nordosten der Niederlande vor allem von Kanadiern und Franzosen zustande gebracht wurde.

Einer der Initiatoren dieses Filmes ist die Stiftung ZOD-Film. Die Geschichte des Filmes ist auf wahren Kriegsfakten um einen sächsischen Bauern, der Untergetauchte versteckte und einen deutsch/niederländischen Wehrmachtsoffizier und eine verräterische Liebe gegründet.

Es ist in der heutigen Zeit recht schwierig für junge und begeisterte Filmemacher Finanzierung und Unterstützung für das Machen eines Filmes zu bekommen. Das Thema des Filmes, der 75-jährige Friede, die Begeisterung der Filmemacher und die ostniederländische Identität haben die stichting Erfgoed Landfort dazu bewegt das Huis Landfort einmalig für eine Filmaufnahme benutzen zu lassen. Der Film, der Huis Landfort nur 30 Sekunden zeigt, erscheint nächstes Jahr. Wir wünschen den Filmemachern und dem Film viel Erfolg. Auf Facebook können Sie verfolgen wie das Machen vom Film Verräterische Liebe vorankommt.